Niemals Teil 8 (Roman)

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Niemals Teil 8 (Roman)Warum ist das Leben so schwer? Nur einen Tag später erfuhr ich, was ich alles verpasst hatte. Meinen Geburtstag, Weihnachten und den ersten Übergang ins neue Jahr. Das machte mich ganz schön traurig. War es nicht schon genug, dass ich zwei Monate lang in Gefangenschaft gelebt hatte? Musste ich jetzt auch noch meine Lieblingsfeste verpasst haben? So eine ausgemachte Scheiße!Das ganze Jahr lang, wartete man auf diese drei Ereignisse und dann wurden sie einem genommen. Wenn ich denjenigen erwischte, der mir das angetan hatte… Woher wusste ich, dass diese drei Ereignisse meine Lieblingsfeste waren? Sehr interessant. Ich konnte mich doch an nichts erinnern… Sehr merkwürdig!Ich hatte mein Geschreibsel rauf und runter gelesen. Dadurch konnte ich mich selbst analysieren. Ich war ein offener, ehrlicher Mensch, mit Sinn für Humor und Theatralik. Wenn ich mir meine eigenen Regeln durchlas, war ich schwer beeindruckt. Eitelkeit empfand ich aber nicht, nur ganz großen Stolz auf mich selbst. Warum bildete ich mir darauf eigentlich nichts ein? Fragen über Fragen und immer nur komische Gefühle. Irgendwie, musste ich der Sache auf den Grund gehen, aber wie? Ob meine Neugierde mir da weiter half? Ich fand mich in Michaels Büro ein und fragte ihn, ob er mit mir zusammen, einen Ausflug auf die Erde machen wollte. „Ich habe hier sehr viel zu tun, Kätzchen. Ein andern mal gerne“, winkte er lässig ab und ich verzog mich wieder. Er hatte mir ein paar freie Tage gegeben, um mir die Gelegenheit zu geben, zu mir selbst zu finden. Ich ging zurück und holte mir die Erlaubnis, meine Kinder besuchen zu dürfen. Die bekam ich und nutzte das Tor dazu. Ich ging zur Holzhütte am Waldrand und betrat das Innere. Es war halbdunkel und im Boden war ein goldenes Dreieck versenkt. Ich trat auf den Rahmen und wünschte mir: `Nummer eins.´ Ich trat ins Licht, als es schwächer wurde und kam beim Tor Nummer eins heraus. Sehr interessant. Ich stieg aus dem Licht und drehte mich direkt um. Rauf auf den Rahmen und: `Erde.´Rein ins Licht und ich tauchte… wo war ich gelandet? Das sah nach einem Lagerhaus aus, aber anderes, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich sah keine Wächter und ging weiter. Das Lagerhaus war leer. Ich durchquerte es und fand eine Tür, die nach draußen führte. Oh mein Gott! Seit wann konnten Autos fliegen? Die Luft roch schlecht und es fiel mir schwer zu atmen. Hier lebten Menschen? Ungeheuerlich. Ich machte einen Schritt hinaus und hustete stark. Hier stimmt gewaltig was nicht! In meinem Kopf rief ich um Hilfe, aber nichts passierte. Ich schloss meine Augen. `Ich will fliegen, wie die Autos.´Ganz langsam hob ich ab und öffnete meine Lider. WAHNSINN!Ein Autounfall geschah, weil mich jemand gesehen hatte. Die Autos fielen einfach runter. Ich flitzte hinterher und wünschte: `Sanfte Landung für beide Fahrzeuge.´ So geschah es dann auch. Meine Kräfte funktionierten also. Blitz schnell dachte ich nach. `Abgeschiedener Ort. Wilde Tier. Auf einem Baum.´ Ich landete in einem abgemagerten Urwald. Unfassbar. Hier hatte man Raubbau betrieben und sämtliche Bäume abgeholzt. Ich war schwer schockiert. Ich wünschte mir: `Erde.´ Nichts geschah, es flimmerte nur. Verdammt!Wenn ich wüsste, wo ich war, würde ich vielleicht den Weg nach hause finden… Los denk nach Doris! Unbewusst hatte ich meinen Weltlichen Vornamen benutzt und plötzlich konnte ich sehr scharf denken. Heimatplanet: Er lag im Gürtel des Orion. Oh Gott, war das unser Heimatplanet? Ach du Scheiße!Weltall. Mist! Planeten! Ich hatte Null Ahnung. Ich musste dort weg, aber wie? Nun spürte ich langsam meine eigene Macht. Sehr gut und weiter? Wir waren wir hierher gekommen? `Raumschiff.´ Zack. Ich war an Board eines Riesen. `Unsichtbar. Macht verstecken.´`Bordsteuerung.´ Ich landete in einem technischen Raum. Es waren Menschen anwesend. `Einloggen in den Bordcomputer.´ Funktionierte. `Neues Passwort festlegen: Auf nach Hause!´ Sehr schön, klappte auch. `Planet Me-Ti-Na-Te.´Ich hörte den Aufruhr und grinste mir heimlich einen. Die Maschinen starteten. `Direktflug, schneller als der Schall.´ Es kostete mich Unmengen an Kraft, aber das Raumschiff setzte sich in Bewegung. Gott sei dank. Dann kam ein Gedanke, der nicht meiner war. `Zeig dich du Biest.´ Ich lachte in Gedanken und krümmte mich sogar, um ihm so richtig eines auszuwischen. `Computer: niemand kann das Passwort knacken! Du bleibst auf direktem Kurs!´Dann verschwand ich aus dem Befehlsraum. Ich geisterte durch das Schiff. Ich brauchte ein Versteck, ein richtig gutes. Wo versteckte man sich am Besten? Erinnerungsfetzen kamen zurück und ein hilfreicher Gedanke: offensichtlich!Gute Idee. Ich machte mich auf die Suche nach des Kapitäns Kabine. Es dauerte mehrere Stunden, ehe ich sie gefunden hatte. Sie war menschenleer. Sehr gut. In aller Ruhe sah ich mich um. HAMMER! Was für ein Luxus. Ein riesiges Bett stand in der einen Ecke, frisch bezogen und mit vielen Kissen ausgestattet. Dem Fußende gegenüber gab es eine Tür. Ich steckte meinen Kopf durch das Türblatt und sah nichts. Es war stockdunkel. Ich schob einen Arm hinterher und tastete nach einem Lichtschalter. Den gab es aber nicht. „Licht“, sagte ich und sah ein schickes Badezimmer. Riesendusche, Whirlpool, Toilette, Waschbecken und Pflanzen. Eine Steinbank stand unter roten Lichtern. HAMMER!Ich zog meinen Kopf zurück und besah mir den Wohnbereich weiter. Links, neben der Badezimmertür, stand ein breiter Schrank, von der Decke bis zum Boden, fünf Türen. Noch weiter links stand eine riesige Wohnlandschaft und dahinter ein Tisch. An der freien Wand hing ein riesiger Bildschirm. Davon ausgegangen links, stand eine Art Bar, mit zwei Hockern davor. Davor gab es einen Sportbereich und zwischen ihm und dem Bett, stand ein riesiger Schreibtisch. Auf ihm stand ein Bildschirm. Ich ging drum herum und fand einen Stuhl zum Sitzen. Ich machte es mir gemütlich. Unter der Schreibtischplatte gab es ein Fach zum aufziehen. Ich öffnete es. Damit ging auch der Bildschirm an. Ich legte meine Hand auf den Bildschirm. Informationen über Informationen stürmten auf mich ein. Ich sog einfach alles auf.Karten vom Schiff, Sternenkarten, Logbücher und noch so einiges mehr. WAHNSINN!Von hier aus, konnte ich auch die Kontrolle über das Schiff behalten. Ich gab sehr viel Energie an den Bordcomputer weiter. `Errechne die Dauer des Fluges.´Siebenundvierzig Tage. Ach du Schreck. `Gibt es eine schneller Möglichkeit?´„Die gibt es“, hörte ich hinter mir eine Stimme und mir lief es eiskalt den Rücken hinunter. Meine Schultern wurden berührt und massiert. Ich verkrampfte mich automatisch. Ich hörte ein männliches Lachen. „Deine Intelligenz ist hervorragend. Darf ich raten? Mindestens einhundert und dreißig?“ Ich schluckte schwer. Die Stimme kam mir irgendwie bekannt vor. „Wer bist du?“ Ich wollte es unbedingt wissen. „Ich bin Seth, von Efura. Die Menschen der Erde fürchten mich nicht grundlos!“ Mir jagten so einige Schauer über den Rücken. Er lachte. „Wenn ich dich schon gefunden habe und festhalte, dann kannst du dich auch sichtbar machen.“ Seine Stimme klang einschmeichelnd und leicht erregt. Aufregung oder Erregung? Ich zog eine Schnute und gab nach. „Du bist wunderschön“, seine Stimme war nur noch ein Hauch. Ich nahm all meinen Mut zusammen und drehte mich zu ihm um. IRRE! Das Gesicht kannte ich. Oh mein Gott, mein Gott, hilf mir! Vor mir stand Gunnar! Mir wurde richtig fett übel und ich musste würgen. Gut, dass ich nichts gegessen hatte. Gunnar, mit seinem Engelsgesicht. Ich würgte noch einmal und zwar so richtig heftig und hielt mir eine Hand vor den Mund. VERDAMMTE SCHEIßE!Plötzlich kamen alle Erinnerungen auf einmal zurück und ich fiel mal wieder in Ohnmacht!Als ich erwachte, lag ich in diesem riesigen Bett, nackt und Gunnar streichelte mich. „Seit geschlagenen drei Jahren, bin ich nun hinter dir her und immer wieder, hast du mich abgewiesen, was auch immer ich angestellt habe. Ich habe mich auf viele Arten an dich heran gemacht und immer bist du im letzten Moment abgesprungen. Ich möchte eines von dir wissen. Warum?“„Wenn du im Rennen bleiben willst, solltest du diese Antwort nicht von mir erfahren. Wenn ich sie dir sage, wäre mein Sinnen witzlos!“ Er sah mich ungläubig an. „Im Rennen bleiben? Ich verstehe wohl nicht ganz.“„Ich kann mich an alles erinnern und auch, dass ich ein Spiel am Laufen habe. Na ja, es ist nicht direkt ein Spiel, aber man könnte es so nennen.“ Ich lächelte hintergründig. Seine Hände streichelten meine Brüste. Meine Hände verschränkte ich hinter meinem Kopf, um ihm deutlich zu zeigen, dass er noch Chancen hatte, mich zu bekommen.“„Lass mich das mal zusammenfassen, um zu sehen, ob ich es verstanden habe. Es geht eindeutig um einen Mann, einen Mann, der dich am Ende bekommen wird, richtig?“„Ja, so könnte man es formulieren“, ich grinste ganz entspannt. Ich hatte keine Angst mehr vor ihm, warum auch? Wir flogen heim, was wollte ich mehr? Seine Hände streichelten meinen Bauch und offen gestanden, genoss ich jede Sekunde davon. „Du hast eine genaue Vorstellung von diesem Mann und seinen Charaktereigenschaften!“ Man, war er gut. „Ja.“„Ich könnte darauf kommen oder?“ Er spielte mit mir, ich fühlte es. „Du weißt es sicherlich schon!“ Gunnar schnappte nach Luft. „Ich weiß es nicht, aber ich kann es mir denken. Ich erforsche dich schon so lange“, seine Hände spreizten vorsichtig und langsam meine Beine und dann streichelten sie meine Muschi, abwechselnd. Hm, war das schön. „Warum hast du plötzlich keine Angst mehr vor mir?“ „Warum sollte ich? Ich weiß wer du bist und ich weiß was du willst? Daran ist nichts beängstigendes.“ Ich spielte absolut mit offenen Karten und ließ es ihn spüren. „Ich habe dich entführt. Ich habe dich gequält. Ich habe die Schmerzen zugefügt. Ich war gemein zu dir. Ich habe dich gekränkt und ich habe dein Ehrgefühl verletzt. Warum bist du so nachgiebig, mir gegenüber?“„Glaubst du, dass ich das bin?“ Ich schloss meine Augen, denn meine Erregung wuchs immer weiter, vor allem, weil sich kurz zuvor zwei Finger in mich gebohrt hatten und mich zärtlich liebkosten. „Wie kannst du so erregt sein und immer noch so logisch denken?“ „Ich kann noch wesentlich mehr!“ Ich schnurrte wie eine Katze und wölbte ihm mein Becken entgegen. Er lachte rau, ein sicheres Zeichen, dass ich nicht alleine mit meiner Erregung da lag. „Führst du etwas im Sc***de“, fragte er misstrauisch und ich lachte lieblich. „Natürlich, was dachtest du denn? Dachtest du, ich ergebe mich dir einfach?“ Mal sehen was er dazu sagte. Gunnar lachte schallend. „Du lügst. Ich kann deine Gedanken lesen.“„Und ich kann meine Gedanken vor dir verbergen.“Er stutzte. Seine Finger zogen sich aus mir heraus und er schob sie mir in den Mund, damit ich sie ableckte. Klarer Fall, tat ich natürlich. Will man einen Feind hinters Licht führen, musste man ihm so nah wie möglich kommen. Ich kam mit dem Oberkörper hoch, legte ihm meine Arme um den Hals und zog ihn zu mir herunter. Dann küsste ich ihn leidenschaftlich. Gunnar zog sich ganz nebenbei aus und lag dann nackte neben mir. Holla, was für ein Schwanz. Wunderschön anzusehen, gerade und willig. Er drückte sich dann an meinen Schenkel und ich schluckte schwer. „Kannst du den auch kleiner machen?“ Ich grinste ihn schief an und vermied es, in seine Augen zu blicken. So herzlich gelacht, wie an dem Tag, hatte ich lange nicht mehr. Es funktionierte. Gott, war mir das peinlich… „Was kann ich noch tun, um dich zu überzeugen, dass ich der richtige für dich bin?“ Bei dieser Frage verging mir das Lachen. „Du hast doch schon so viel Macht, wozu brauchst du noch meine dazu?“„Es geht mir nicht um deine Macht. Ich will dich, seit ich das erste Bild von dir gesehen habe!“ Ich atmete absichtlich langsam und tief. Tränen kullerten an meinen Wangen hinunter, bei der Erinnerung daran. „Warum hast du dich damals nur so blöde verhalten“, es war weniger eine Frage, als eine Feststellung. Vor drei Jahren, war er derjenige, den ich hatte haben wollen. Ich ließ es ihn auch überdeutlich spüren. „Können wir nicht vergessen, was vorgefallen ist und von vorne Anfangen?“ „Das geht nicht, Seht. Ich kann unmöglich vergessen, was du mir angetan hast und dabei rede ich nicht von den letzten Wochen, sondern von vor zwei Jahren!“ „Wirst du es mir jetzt in Ruhe erklären?“ Er kuschelte sich an mich und legte seinen Arm unter meinen Kopf.„Ich habe dir zutiefst vertraut. Du hattest eine Greencard von mir bekommen. Wir hatten uns bereits geeinigt, dass ich ein Schmuckstück von dir tragen würde. Es gab nur eine einzige Grenze für dich. Eine Unsichtbare Grenze“, ich sah ihm beim erzählen ins Gesicht. „Ich nahm dich von meiner Freundesliste und setzte dich auf meine Favoritenliste. Ich änderte mein Profil, deinetwegen, von suchend auf gefunden. Und dann kamst du. Ohne mich zu fragen, was es zu bedeuten hatte, verurteiltest du mich. Du wünschtest mir viel Glück mit dem Neuen. Das hat mich zutiefst verletzt. Sogar vor Gericht, wird man angehört. Du hast mir antalya escort praktisch unterstellt, mir heimlich einen anderen gesucht zu haben. Arschloch. Zur Krönung und obwohl ich mich dir gegenüber gerechtfertigt hatte, befandest du es nicht einmal für nötig, dich bei mir zu entschuldigen“, wieder liefen mir Tränen über die Wange, aber ich ignorierte sie. „Du hast nicht nur meinen Gerechtigkeitssinn schwer verletzt, sondern mein Vertrauen in dich total zerstört. Wenn ein Herr nicht einmal Respekt im wahren Leben, vor seiner Sklavin hat, dann kann dahinter nur ein schlechter Zug stecken! Zu deutsch: ich vermutete einen Narzisst und wie ich jetzt sehen kann, habe ich mich nicht getäuscht. Ein Narzisst denkt nur an sich selbst und privat, wollte ich meine Geltung nicht verlieren. Du wusstest, dass ich den Sex und mein Privatleben trennen wollte!“ Er hatte mir aufmerksam zugehört. Dann überlegte er. Es dauerte einige Minuten, bis er sich dazu äußerte. „Ich bin kein Narzisst. Nach unserem ersten kennenlernen, online, da war ich zutiefst verletzt, als du in letzter Sekunde verschwunden bist, ohne ein Wort zu schreiben. Als du zurück kamst… Im ersten Moment war ich geschockt, aber du verstandest es, mich wieder an dich zu binden. Ich konnte mich dir einfach nicht entziehen. Ich hatte es im Gefühl, dass du wieder abtrünnig werden würdest und das hast du mir auch ein zweites mal bewiesen.“„Siehst du und da liegt dein Denkfehler. Ich stand total hinter dem, was ich dir geschrieben hatte. Ich wollte mich unbedingt von dir erziehen lassen. Eigentlich war mir das ganze Herr und Sklavin Getue egal, denn ich habe nur dich gewollt. Den Rest habe ich in Kauf genommen. Weil ich dich wollte. Wärst du nicht über diese eine Grenze gestolpert oder hättest du dich entschuldigt, wäre nichts passiert und ich hätte ganz dir gehört!“ Damit gab ich sehr viel über mich preis, aber ich musste es tun. „Was hat dich an mir so gereizt“, wollte Gunnar wissen. Es irritierte mich immer wieder Gunnar zu sehen, Sven´s Bild im Kopf zu haben und doch zu wissen, dass hinter all dem, Seth stand. Was für ein kompliziertes Geflecht. „Zu Anfang reizte es mich, einen Herrn davon zu überzeugen, dass es auch anders geht. Doch dann lernte ich dich näher kennen und du wickeltest mich um deinen Finger. Ich geriet mehr und mehr in deinen Bann“, ich überlegte, ob ich den Rest auch noch offen legen wollte. „Du hattest eine wunderbare Art mit mir umzugehen. Du wusstest immer genau, welche Knöpfe du drücken musstest, um mich wieder aufzumuntern. Ich war begeistert, einen Mann zu treffen, der mich steuern konnte, mich und meine Depressionen“, meine Tränen versiegten langsam. „Nach dem ersten Verschwinden, arbeitete ich hart an mir und meinem Vertrauen, dir gegenüber. Mit der Zeit freundete ich mich mit dem Gedanken an, für dich das zu sein, was du dir wünschtest. Als ich so weit war, kam ich zurück…“ Wir schwiegen eine Weile. „Ich habe dir großes Unrecht getan, Daria. Entschuldige bitte, kannst du mir verzeihen?“ Er drehte sich auf die Seite und sah mich entschuldigend an. Oh Herr im Himmel. Wie sollte ich ihm jetzt sagen, dass es schon lange zu spät war?„Ich habe dir schon vor langer Zeit verziehen, weil ich wusste, wie schwer es für dich sein würde, mich ein zweites Mal zu verlieren. Trotzdem hast du mein Vertrauen zerstört, was ich mir so mühselig aufgebaut hatte!“ Ob er verstand? „Wir könnten es gemeinsam wieder aufbauen.“„Könnten wir, aber die letzten Wochen haben mir deutlich gezeigt, dass du nicht der Richtige für mich bist, Seth. Ich suche etwas ganz bestimmtes und ich bin mir ganz sicher, dies auch irgendwann zu finden. Übrigens ist Luzifer einer deiner Konkurrenten.“ Was würde er hierzu sagen? „Das weiß ich bereits. Ich war ja live dabei, als er bei deinem Vater darum bat, um dich werben zu dürfen. Es sah mir verdammt nach Liebe aus, deshalb bin ich auch so aus der Haut gefahren.“„Warum habe ich keine Macht bei dir gespürt? Oder wurdest du erst später zu Gunnar?“„Nein. Ich war von Anfang an ich selbst! Mit meiner Macht wollte ich dich nicht verschrecken.“„Und das Profilbild in deinem Account?“„Das habe ich geklaut.“ Immerhin war er jetzt scheinbar offen zu mir. Ob er sich noch immer Chancen ausrechnete? Immerhin lag er noch immer nackt neben mir. „Warum hast du das getan?“ Ich war neugierig. „Ich habe dich angenehm überraschen wollen.“ „Die meisten Männer, die dermaßen gut aussehen, haben fast alle einen an der Waffel“, schleuderte ich ihm grinsend an den Kopf. „Sieht man ja an mir“, gab Gunnar sogar zu. „Du hattest eine Frau. Wie stelltest du dir dieses Herrin Sklavin Ding vor?“„Dazu hätte ich eine Lagerhalle gehabt!“„Wie romantisch“, ich lachte laut los. „Seth, ich will ganz offen zu dir sein: deine jetzige Hülle ist zwar hübsch, aber sie ist überhaupt nicht mein Typ.“ Ich lächelte ihn ganz lieb an. „Soll ich wieder Michaels Gestalt annehmen?“„Nein, auf gar keinen Fall!“ Ich schüttelte mich bei dieser Vorstellung. Ich hatte mit ihm unter falschen Voraussetzungen Sex gehabt, zwar Guten, aber trotzdem hatte er mich verarscht. „Seth. Ich kann dir nicht verzeihen, was du in den letzten Monaten mit mir gemacht hast“, setzte ich an und plötzlich küsste er mich leidenschaftlich. Ich nutzte meine Macht und hielt die Zeit an. Er lag halb auf mir und hatte ein wenig den Kopf gehoben. „Du kannst mich hören, auch wenn du dich nicht bewegen kannst, Seth. Was auch immer du vor hast, du kannst nicht gewinnen. Der Schmerz, den du mir geistig zugefügt hast, sitzt viel zu tief, als das du es je wieder gut machen könntest. Ich werde gleich deine Kraft mitbenutzen und verschwinden. Am besten drehst du einfach um.“Ich gab ihm einen letzten Kuss und dann stahl ich seine Macht und transportierte mich nach Me-Ti-Na-Te!Das Wiedersehen wurde groß gefeiert und alle Bürger Me-Ti-Na-Te´s bekamen einen neuen Feiertag. Ihr könnte euch kaum vorstellen, wie glücklich ich war, wieder daheim zu sein und dieses Mal wirklich. Allerdings fehlte einer in unserer Runde: Michael. Ich machte mir große Sorgen um ihn, ahnte ich doch, dass Seth ihn in seinen Fingern hatte. Alles meine Schuld! Ich machte mir große Vorwürfe. Mein Vater suchte mich auf, im Körper meines Sohnes. Wir hielten einen langen Rat und er nahm mir die Macht von Seth weg. Er versprach mir, Michael zurück zubringen. Ich sollte mich ganz auf ihn verlassen. Achim leitete inzwischen das Dorf „Weibsbild“ und alle schienen sehr zufriedene mit ihm zu sein. Natürlich stellte ich ihn zur Rede, weil er nicht zu meinem Schutz dagewesen war. „Ich weiß nicht, was an diesem Tag passiert ist“, war seine Aussage und ich schaute ihn mit offenem Mund und großen Augen an. „Ich scheine alles verschlafen zu haben.“Gunnar. Er musste ihn in Tiefschlaf versetzt haben. Wenn Seth eines war, dann besonders hinterhältig… Nun, ich musste Vorkehrungen treffen. Ich ließ mir von Achim frei geben und begab mich auf die Erde. Es wurde Zeit, mich mit meinem erstgeborenen Sohn zu versöhnen!Unangemeldet tauchte ich direkt in seiner Wohnung auf. Er war nicht da, aber dafür seine Ehefrau und seine Tochter. Meine Schwiegertochter bekam einen riesigen Schrecken. „Wo ist Marcel“, fragte ich sie nur und als sie sich halbwegs erholt hatte, wisperte sie kleinlaut: „In der Arbeit.“ Tolles Deutsch. „Wann kommt er heim?“Sie stotterte herum meinte gehässig: „Er will dich nicht sehen!“ „Das ist mir vollkommen egal. Er ist mein Sohn und er hat Pflichten. Weißt du überhaupt, wen du da geheiratet hast?“ Ich setzte mich ganz locker auf einen Küchenstuhl. „Natürlich weiß ich das“, tat sie hochnäsig. Das Kind schlief zum Glück. „Er hat seine Macht also noch immer nicht wahrgenommen“, ich schüttelte betrübt meinen Kopf. Mein werter Sohn war fast dreißig Jahre alt und war immer noch so naiv zu glauben, die Macht die er spürte, käme von seinem Gott! Schade, dass Dummheit nicht hin und wieder mal weh tat. „Was für eine Macht“, Julia sah mich mit großen Augen verständnislos an. „Marcel hat mir einmal erzählt, dass du nicht an Gott glauben würdest“, sagte ich vollkommen neutral und lies es so im Raum stehen. „Jetzt glaube ich an Gott“, sie setzte sich mir gegenüber. „Nun, dass solltest du auch. Marcel ist der Enkelsohn des Allmächtigen und er ist selbst ein Gott. Er weiß es nur noch nicht. Glaubst du, als Ehefrau, bei ihm an der richtigen Seite zu sein?“ Ich tat so, als besehe ich mir meine Fingernägel, aber aus dem Augenwinkel beobachtete ich sie. Holzhammermethode. Ich stand voll darauf. „Ich verstehe kein Wort, von dem, was du sagst“, ihre großen Kulleraugen sagten das Gleiche. „Marcel wird bald dreißig Jahre alt sein und dann wird er zu unserem Heimatplaneten umziehen müssen. Sein Großvater, der allmächtige Herrgott, will in den Ruhestand treten. Unser Heimatplanet liegt im Gürtel des Orion. Bist du bereit, mit ihm zu gehen? Wirst du es aushalten, an der Seite eines vielbeschäftigten Gottes zu stehen?“ Nun sah ich ihr direkt ins Gesicht. Ich lachte schallend, denn nun fiel sie vom Stuhl, ohnmächtig. Ich schnipste mit den Fingern und sie kam wieder zu sich, mit leichten Blessuren. Dumm gelaufen!Plötzlich öffnete sich die Tür und mein Sohn kam herein. Er erfasste die Situation mit einem einzigen Blick und kam seiner Frau zur Hilfe. „Ich weiß ja, Marcel, dass du glaubst, Depressionen seien keine Krankheit und auch ist mir bewusst, dass du damit nichts zu tun haben willst, aber es wird Zeit, langsam erwachsen zu werden, findest du nicht auch?“ Ich hatte mit zuckersüßer Stimme gesprochene. „Was willst du hier“, bluffte er mich an. Okay. Sein neues Selbstbewusstsein und sein Selbstwert gefielen mir ausgezeichnet. Langsam erhob ich mich. Vor seinen Augen, wechselte ich meine Kleidung. Von meinem roten Minikleid, in ein weißes Hochzeitskleid. Mir war auf die Schnelle nichts besseres eingefallen. Er sah mich mit großen Augen an. „Ich bin nicht nur deine Mutter, sondern auch die Göttin von Me-Ti-Na-Te. Du Marcel, bist nicht nur mein Sohn, sondern der Gott unseres Heimatplaneten: Dra! Dein Herrgott, der Allmächtige, ist in Wirklichkeit dein Großvater. Es wird Zeit, deine Pflichten zu übernehmen!“ Ich wechselte wieder in mein Minikleid. Ganz seine Mutter, fläzte ich mich auf den Stuhl zurück. Meinen Ellenbogen stützte ich auf den Küchentisch. Ich beobachtete ihn und sah, wie er sich ans Herz griff. „Heile dich selbst. Du kannst es!“ Ich grinste breit. „Mama, ich verstehe nicht…“, begann mein Sohn abgehackt zu sprechen. „Du brauchst nur deine Augen zu schließen und es dir zu wünschen. Ich brauche deine Hilfe. Um nach Me-Ti-Na-Te zu kommen, wünsche es dir einfach. Ich muss wieder los. Lass mich nicht zu lange warten!“ Ich schloss meine Augen und als ich sie öffnete, saß ich in Gerds Büro. „Wie hat er es aufgenommen“, Gerd sah nicht von seiner Arbeit auf. Ich spürte Meta und grinste. „Geht es dir gut?“ Ich setzte mich vor den Schreibtisch. „Bestens. Also, was ist mit deinem Sohn?“„Keine Ahnung. Wir werden sehen.“„Meine stolze Daria. Warst du sehr hart zu ihm?“„Ich kann vertreten, was ich getan habe.“„Du weichst mir aus.“„Ich bin Müde, Meta, unendlich müde.“Es klopfte an die Holztür und Gerd rief: „Herein. Es macht dir doch nichts aus?“ Susi kam herein. Als ich sie sah, fiel mir die Kinnlade herunter. Sie war schwanger. Was ich allerdings sehr beunruhigend fand war, dass von ihr eine ungewohnte macht ausging. Gerd sah mich an, ich sah ihn an. HAMMER! Susi trug mein Kind? Oh heiliger Vater, warum? Wusste sie es? `Sie weiß es nicht.´ Sprach Meta in meinem Kopf mit mir. Ich erhob mich langsam, doch Susi kam zu mir gelaufen und warf sich mir an den Hals. Sie drückte fest zu und weinte plötzlich. „Du hast mir ein neues Kind geschenkt, Daria, vielen, vielen Dank!“ Hallo? Ich war das nicht. Ihr Bauch drückte sich an meinen. Ich spürte mein Baby. Das Atmen fiel mir schwer. „Das Kind hat dir mein Vater geschenkt, du musst dich bei ihm bedanken, nicht bei mir!“ Ich streichelte ihren Rücken. In Gedanken begrüßte ich das ungeborene Baby. Die Gefühle, die mich durchströmten, waren nicht meine eigenen. Ich spürte Zufriedenheit und sie war sehr mächtig. OBERHAMMER!Draußen entstand eine Tumult. Wir gingen nachsehen. WOW! Mein Sohn, seine Frau und deren Tochter waren hier. Lilli hing am Hals ihres Vaters. Er bahnte sich einen Weg zu mir, durch die Schaulustigen Dorfbewohner. Ich trat aus der Hütte und wartete lächelnd auf ihn. Marcel und Julia knieten sich vor mir nieder und senkten die Köpfe. „Los aufstehen, oder ich schicke euch direkt zurück“, schnauzte ich die beiden an. Ging ja mal gar nicht. Marcel wollte etwas sagen, da fuhr ich ihm direkt über den Mund. „Das ist Vergangenheit und wir leben in der Gegenwart. Vergiss es einfach“, ich wollte seine Entschuldigung nicht mehr. Früher hatte ich immer darauf gewartet, nun war es mir egal. Marcel gab seine Tochter an seine Frau weiter und ich nahm ihn in meine Arme. „Danke, dass du so schnell gekommen bist, mein Sohn“, flüsterte ich ihm ins Ohr, als wir uns ganz fest drückten. „Wie kann konyaaltı escort ich dir helfen, Mama!“„Das besprechen wir in aller Ruhe. Bleibt ihr oder wollt ihr wieder zurück?“„Wir bleiben und wenn wir dürfen, würden wir gerne unsere Familien nachholen.“„Das könnt ihr mit Gerd besprechen.“ Ich stellte alle einander vor. „Ihr müsst mich bitte entschuldigen. Mir geht es gerade nicht so gut. Gerd zeigt euch alles. Wenn ich mich besser fühle, komme ich und wir reden in Ruhe.“„Wo willst du hin“, fragte Meta. `Ich werde erreichbar sein.´ Ließ ich ihn wissen. Er nickte mir zu und ich verschwand. In den folgenden Tagen verbrachte ich viel Zeit mit meinen Kindern. Wir hatten alle zusammen viel nachzuholen. Es verblüffte mich immer wieder, wie groß unsere Macht doch war und auch die Kinder fanden es sehr spannend. „Mama, was kann ich tun, um dir zu helfen?“ Marcel hatte Ehefrau und Tochter alleine gelassen und war zu uns gekommen. Er setzte sich hin. „Zur Zeit kannst du noch nichts machen, aber wir könnten üben. Wie kommst du mit deiner Macht zurecht?“ Marcel erzählte ein paar lustige Geschichten und auch Felix und Elisa gaben ihr bestes, ihn zu übertrumpfen. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Ich war unendlich stolz auf meine Kinder und ich liebte sie sehr!Plötzlich sagte Felix: „Wenn du dich mir ergibst, gebe ich deinen Erzengel wieder frei!“ Huch! Ach du Schreck. Marcel und Elisa gingen in Hab-Acht-Stellung, doch ich hielt sie zurück. „Behalte ihn!“ Ich sah meinem Sohn ernst in die Augen. Er schwieg. „Ich habe mich noch nie erpressen lassen und ich fange jetzt bestimmt nicht damit an!“Plötzlich tauchte Michael neben unserem Tisch auf. Er lag zusammengekauert auf dem Boden. Er war komplett nackt. `Michael in die geheime Hütte.´ Er verschwand. „Ist er echt oder bist du das?“ „Es ist dein Erzengel. Sei immer auf der Hut. Ich werde kommen und dich holen!“ Mein Körper erschauerte schwer. Meine Erregung stieg von Null auf Hundert. „Ich warte!“ Mehr brachte ich nicht heraus. An meine Kinder gewandt sagte ich: „Ich versorge Michael, was auch immer ihr tut, passt auf euch auf.“ Ich hob meine Hände und bevor ich einen Blitz herauf beschwören konnte, verließ Seth den Körper meines Sohnes. Felix Kopf sackte auf die Tischplatte. Ich legte meine Hand auf seine Stirn und zackig war er wieder er selbst. Ich gab allen dreien einen Kuss auf die Wange und machte mich dann vom Acker. In der Hütte warf ich mich aufs Bett und sorgte dafür, dass Michael wieder auf die Beine kam. Wir führten ein langes Gespräch und dann nahm ich ihm seine Erinnerungen, für mehr als drei Monate. Es wurde Zeit, mein irdisches Leben wieder in den Griff zubekommen. Ich ging zu Achim und sagte ihm klipp und klar, dass ich keinen Herrn mehr haben wollte, nie einen hatte haben wollen. Wir führten ein sehr langes Gespräch. Auch Michael, mit Luzifer zusammen, kam dazu und wir diskutierten sehr lange. Alle drei musste einsehen, dass sie nicht wirklich das waren, was ich suchte. Achim erkundigte sich per Telefon, das hatten wir nun, ein Telefon pro Dorf, ob bei Gerd im Dorf noch ein Plätzchen für mich übrig sei, aber leider bekamen wir eine Absage. „Du kannst hier bei uns bleiben und außen vor bleiben“, bot Achim mir zuvorkommend an, aber ich lehnte ab. „Ich ziehe in meine geheime Hütte“, entschied ich mich. Ich wurde mit Vorwürfen überschüttet, aber das war mir egal. So packte ich denn meine Sachen zusammen und zog um. Als erstes baute ich meine Unterkunft um, genauso, wie alle anderen Schlafhütten auch. Zum Essen wurde ich abwechselnd in alle Dörfer eingeladen. Es gab sogar eine Dorfgemeinschaft, die ich noch überhaupt nicht kannte. So hielt ich mich dann einen ganzen Tag lang dort auf, um meine Leute besser kennenzulernen. Jeden Abend, wenn ich in meine Hütte zurück kam, wurde mir mehr und mehr bewusst, wie einsam ich in Wirklichkeit war. Das hatte ich doch nie wieder sein wollen! Alleine! Ich hatte alles und doch nichts! Da fiel mir ein, dass ich meine Freiheit zurück hatte. Ich konnte tun und lassen, was immer ich wollte. Ich machte mich unsichtbar und besuchte „Weibsbild“. Es war Abend und die Abendveranstaltung lief gerade. Ich setzte mich auf den einzigen, freien Hocker und schaute gespannt zu. „Wir spielen heute Blackout-Bingo. Es stehen neunzehn Frauen zur Verfügung. Die ersten neunzehn Herren, die ihre Bingokarten komplett gefüllt haben, bekommen diese Frauen, in der Reihenfolge, wie sie hier stehen, für die ganze Nacht zur Verfügung gestellt.“ Achim stand auf der Bühne und zeigte auf all die halb nackten Frauen. Diese lächelten gewinnend und stellten sich zur Schau. Sehr interessant. Ich schmunzelte. Ob ich ein wenig nachhelfen sollte? Ich spielte zu gerne die Kupplerin. Achim bewegte eine große Plastikkugel, die Durchsichtig war, wie beim Lotto. Es befanden sich fünfundsiebzig beschriftete Kugeln darin, die gerade gemischt wurden. Dann hielt er die große Kugel an und betätigte einen Knopf und eine kleine Kugel, mit einer Nummer darauf, wurde unten heraus gelassen. Er las die Nummer laut vor und die Herren, schauten auf ihre Bingokarten. Ach menno, Bingo war langweilig und allein zu kuppeln auch. Ich zog ein Dorf weiter und hier wurden Witze erzählt. LANGWEILIG!`Nummer eins.´ Hier wurde wenigstens getanzt. Ich stellte mich in eine freie Ecke und tanzt für mich alleine. Plötzlich wurde meine Hand genommen und ich wurde über die Bühne gewirbelt. Mein Tanzpartner war ebenfalls unsichtbar. Ich spürte keine fremde Macht. `Wer bist du?´ Ich öffnete meinen Geist. `Ist doch nicht wichtig. Hauptsache, jemand tanzt mit dir.´ UFF. WOW! Es war schön in den Armen eines Mannes zu tanzen und so hielt ich einfach meinen Mund und genoss den Wiener Walzer. WAHNSINN!Der mir unbekannte Tänze führte ganz hervorragend und einfach um alle anderen Paare herum. Es fühlte sich wahnwitzig echt an. `Es ist echt, nur mit dem Unterschied, dass man uns nicht sehen kann.´ Gedanken im Kopf hatten keine Klangfarbe und vom blinden Tasten her, war es mir unmöglich heraus zu finden, mit wem ich tanzte. `Höre doch mal auf, ständig alles zu hinterfragen.´ Oh oh. Das klang genervt. `Ich bin von Natur aus misstrauisch. Ich möchte ungern mit dem falschen tanzen.´ Es folgte ein langsames Musikstück und ich wurde fest an eine breite Brust gezogen. Mein Kopf kam an einer Schulter zum Liegen. Oh, wie wunderschön. Ich spürte Geborgenheit und Zuversicht. Herrlich. `Es war nicht leicht, dich zu finden.´ Sagten mir die fremden Gedanken. `Wie hast du es dann geschafft?´ Meine Neugierde mal wieder… `Universal weiß jeder, dass du Musik über alles liebst.´ `Wer oder gar was bist du?´`Zerrede nicht immer alles! Genieße es einfach.´ Er zog meinen Kopf wieder zurück, den ich angehoben hatte. Seine Hand blieb auf meinem Kopf liegen und hielt ihn dort fest, wo er war. Unbewusst gab der unsichtbare Tänzer mir immer mehr Tipps. Ich grinste vor mich hin. Es war jemand, der mich gut kannte, so viel stand fest. Dementsprechend hatte ich es nicht mit einer fremden Macht zu tun. Mein Misstrauen schrumpfte. Nach Beendigung der Veranstaltung, wurde alles auf und weggeräumt. Schade. Mein unsichtbarer Begleiter hielt mich in seinen Armen und ging mit mir spazieren. Wir verließen „Nummer eins“ und lief in Richtung „Weibsbild“. Mein Kopf lag nach wie vor an seiner Schulter und in Gedanken schwiegen wir einfach. Es war zu schön, um es zu unterbrechen. Plötzlich hielt mein Begleiter an. Seine unsichtbare Hand suchte mein Kinn und hielt es in die Höhe. Ganz zärtlich wurden meine Lippen gestreichelt, mit einem sehr zarten Mund. Ich schloss meine Augen und war einfach nur Gefühl, mehr nicht. Die zweite Hand heilt mein Gesicht und der Kuss wurde ein wenig leidenschaftlicher. Eine liebevolle Zunge streichelte meine Lippen, bis ich kaum koch Luft bekam und sie öffnete. Die fremde Zunge bahnte sich einen Weg in meinen Mund und lockte meine Zunge. Gemeinsam führte sie den Tanz der Liebe auf und aus Versehen löste sich ein kleines Stöhnen bei mir. Wie lange schon, habe ich solche Zärtlichkeiten vermisst?Seine Hände streichelten meine Schultern und mein Körper begann leicht zu zittern. „Nein“, sagte ich laut und schob den unsichtbaren Mann weg. Er gab keinen Ton von sich. In meine Gedanken ließ ich ihn nicht hinein. Ich wollte keinen unsichtbaren Liebhaber haben. Was immer ich auch erwartete, er packte mich um die Hüften und kurz darauf befanden wir uns in einen ganz dunklen Raum, auf einem Bett liegend. Ich wehrte mich, ohne etwas zu sagen und wollte mich weg transportieren, aber es funktionierte nicht. „Seht, gib mich frei“, flehte ich leise. Ich kannte nur einen so dunklen Raum, mit einem Bett, wo meine Kräfte nicht funktionieren würden. Seine Kabine im Raumschiff. Ich hörte ein leises, mir unbekanntes Lachen. Ups. Sollte ich mich geirrt haben? Plötzlich war ich alleine. Ich spürte es ganz genau. Ich erhob mich vom Bett und tastete mich durch den dunklen Raum. Dann spürte ich eine Bretterwand. Meine Hütte? Was lief hier? Wie machte er das? Warum war er gegangen? Ich fand den Lichtschalter und sah, dass ich wirklich in meiner Hütte war. Alleine! Dieses Wort löste in mir jedes mal Einsamkeit aus, auch jetzt. Ich wünschte mich wieder sichtbar und schrieb an meinem Tagebuch, bis ich müde wurde und nur noch tot ins Bett fiel. Am nächsten Morgen wurde ich durch sehr zärtliche Lippen geweckt. Als ich meine Augen aufschlug, sah ich niemanden, aber ich spürte die Küsse und neben mir war eine kleine Kuhle in der Matratze. Ich war nicht alleine. Eine Hand streichelte mein nackte Haut und mein Körper erschauerte heiß. Es zog in meinen Brüsten und auch zwischen meinen Beinen. Ich war eindeutig erregt. Ein Blick auf meine kleinen Brustwarzen bestätigte mir, dass sie sich zusammengezogen hatten. Ohne auf die mich berührende Hand zu achten, rollte ich mich beiseite und flitzte ins Badezimmer. Wenn ich morgens erwachte, führte mich mein erster Weg immer zur Toilette. Wo ich schon mal dort war, warf ich die Dusche an und stellte mich darunter. Ich spürte einen Luftzug und wusste, dass ich nicht mehr alleine war. Sogleich umfingen mich zwei starke Arme und zwei Hände streichelten meinen Bauch und meine Brüste. Ich wurde heiß in den Nacken geküsst. Den Unsichtbaren nicht beachtend, wusch ich mich einfach. Es bereitete mir eine große Freude, den Unsichtbaren zu ignorieren. Als ich sein leises Lachen hörte, wusste ich, dass er meine Gedanken las. `Ich habe es eilig und muss zur Arbeit.´ Redete ich mich in Gedanken heraus. `Mach nur. Ich passe mich dir vollkommen an.´ WAS??? Ich stemmte meine Hände in meine schmalen Hüften und sah dorthin, wo ich seinen Kopf vermutete. „Anpassung ist Scheiße“, sagte ich laut und ungehalten. Seine Hände ließen meinen Körper los. Er schien darauf zu warten, dass ich weiter sprach. „Du darfst dein Leben nicht aufgeben, um mich glücklich zu machen“, formulierte ich es ganz freundlich. `Aber ich kann ohne dich nicht glücklich sein!´ Geile Logik oder? „Schwachkopf, sagt ja niemand, dass du auf mich verzichten sollst. Ich mag es nur nicht, wenn sich jemand versucht, sich an mich anzupassen. Lebe dein Leben und baue mich ein, wenn es gerade passt. Punkt.“ Ich schüttelte den Kopf und wusch mich weiter, ohne ihn weiter zu beachten. `Es passt gerade.´ Seine Hände griffen nach mir und zogen mich rückwärts an seinen Rücken. Ich lachte schallend. „Mir passt es gerade nicht. Ich habe es eilig und will das Frühstück nicht verpassen. Außerdem will ich mal wieder mit meinen Händen arbeiten. Komm heute Abend wieder.“ Das leise Lachen erklang. Ich sah die Duschtür auf und zu gehen und drehte mich zur hinteren Duschwand um, er sollte mein Gesicht nicht sehen. Denken tat ich absichtlich nichts. Plötzlich packten mich zwei kräftige Hände. Ein Kopf beugte sich zwischen meine Schulter und meinen Kopf und küsste mich gierig am Hals. `Dachtest du, ich falle darauf herein? Ich mache was ich will und im Augenblick, will ich dich!´ WOW! ÜBERRASCHUNG! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. HAMMER! Endlich mal ein Mann, ganz nach meinem Geschmack. Ein Mann, der sich nahm, was er wollte, ein Mann mit guten Selbstbewusstsein und mit noch besserem Selbstwert. Es gab ihn also doch! Das leise Lachen hinter mir, bestätigte mir, dass er meine Gedanken las, nur dass ich sie gesperrt hatte. Wer immer er wer, seine Macht war stärker als meine, zumindest anders. Er lachte wieder. `Du bist unheimlich schlau, weißt du das?´ Seine Hände wanderten an meinem Bauch hinunter und an meine beiden Oberschenkel hinab, dabei beugte er mich weit vor. Mit meinen Händen stützte ich mich an der Duschwand ab und genoss seine Berührungen. Wie lange war es schon her, dass ich trotz eines harten Willens, so zärtlich geliebt worden war? EWIG!Nun ließ er mich seine Macht spüren und ich wusste, er war nicht Luzifer, denn seine Macht fühlte sich anders an. Diese Macht erinnerte mich an Seth, aber ihm, hatte ich seine Macht genommen. Gott hatte sie mir genommen. Was lara escort hatte er damit gemacht? Das leise Lachen erklang wieder. `Ich liebe deine Logik!´ Na toll, nun wusste ich immer noch nicht, wer er war. Seine Hände rutschten an den Innenseiten meiner Schenkel nach oben und steuerten direkt auf mein Lustzentrum zu. Vor Erwartung zitterten mir die Beine, aber er berührte mich dort nicht. Seine Hände ließen sich alle Zeit der Welt und das warme Wasser lief immer weiter über uns herüber. Ich bekam viele Küsse in den Nacken und wurde überall ausreichend gestreichelt. Ich wollte mich umdrehen und an ihn drücken, aber er ließ es nicht zu. Meine Brüste wurden massiert und die Nippel wurden durch drüber streichen gereizt. Er baute meine Lust immer weiter aus. Dann drehte er mich doch herum und riss mich heftig an sich. Ich spürte seinen Luststab und er massierte meinen flachen Bauch, während er mich gierig auf Zunge küsste. Plötzlich löste sich seine Lippen von meinen. `Beeil dich. Du verpasst sonst dein Frühstück.´ Er war weg, das spürte ich genau. Boah ey, wie gemein. Erst heiß machen und dann stehen lassen. Frechheit. Grinsend schüttelte ich meinen Kopf. Was hatte er doch für ein ungeheure Selbstbeherrschung! Ich hatte seine Erregung gespürt, nicht nur durch sein steifes Glied, auch an seiner Körpersprache hatte ich es erkannt. Warum war er gegangen? Sehr interessante Frage…Ich frühstückte in „Nummer eins“ und arbeitete dort als Ausgleich. Geben und Nehmen!Pünktlich meldete ich mich zum Arbeitsmarkt und hatte Glück, denn es waren noch so einige Stellen offen. Als ich las, mein Exmann suchte Hilfe beim Pflanzen von Kartoffeln, schrieb ich mich bei ihm ein. Ich hoffte auf ein freundschaftliche Gespräch. Ich begab zum angegebenen Treffpunkt und als Hasso mich sah, nahm er mich freudestrahlend in die Arme. „Doris, meine Liebe, wie geht es dir? Ich höre nur durch die Kinder von dir, was machst du für merkwürdige Sachen?“ Ich löste mich freundschaftlich und zuckte mit den Schultern. „Das willst du nicht wissen!“Er sah mich prüfend an. „Du hast nicht nur abgenommen, sondern bist vollkommen abgemagert. So schlank warst du nicht einmal, als wir uns damals kennenlernten!“ „Nicht quatschen, arbeiten“, trieb ich ihn an, um von mir abzulenken. Hasso lachte schallend. „So kenne ich dich. Ganz die Alte“, er spielte auf meinen Kommandoton an, den kannte er nur zu gut. Ich hatte ihn damals öfter mal antreiben müssen. Die schwanger Susi gesellte sich zu uns und sie gab Hasso einen innigen Kuss. Ich sah zu und freute mich für die beiden. `Du bist kein Stück eifersüchtig.´`Warum sollte ich?´`Er war immerhin einmal dein Ehemann.´`Und? Wir hatten unsere Zeit. Sie ist vorbei. Jetzt soll er wieder glücklich werden!´`Langsam lerne ich dich und deine Ansichten kennen. Ich bewundere dich immer mehr.´`Dazu gibt es keinen Grund. Ich benehme mich ganz normal und wie immer.´Es lachte in meinem Kopf. `Kennst du denn gar keine schlechten Gefühle, wie Neid oder dergleichen?´`Doch, die kenne ich auch, vor allem die Wut.´ Für ihn hieß es jetzt, vorsichtig zu sein. `Ich kann dir nicht folgen.´`Wage es ja nicht, mich gegen meinen Exmann aufzuhetzen!´`Das hatte ich nicht vor.´`Dein Glück.´ Ich beruhigte mich wieder. Schwer atmete ich aus und prompt zog das die Aufmerksamkeit des Paares vor mir, auf mich. Ups. Ich lächelte ihnen einfach zu und für mich war die Sache gegessen. Hasso zeigte uns, was zu tun sei und wir folgten seinem Beispiel. Schade, dass Susi dazu gekommen war. Ich hätte gerne mit Hasso alleine gesprochen. `Worüber denn?´`Über das Kind, welches Susi in sich trägt. Es ist meines und das von Luzifer.´ Ich bückte mich über meinen Eimer, nahm eine winzige Kartoffel heraus und ließ sie in die vorbereiteten Fugen fallen. Mit den Füßen deckte ich den angehäuften Sand darüber. `Du liebst dieses Kind oder? Obwohl du es nicht selbst austragen kannst.´`Ich könnte, aber ich will es Susi nicht nehmen.´`Wie kannst du nur so ruhig dabei bleiben? Es ist dein Kind.´`Und ich habe es nicht haben wollen. Nun trägt sie es. Ich weiß, dass sie eine gute Mutter für das Kind sein wird.´`Warum lässt du das zu?´`Susi hat auf schlimme Art ein Kind verloren und wenn mein Vater der Meinung ist, sie ist die perfekte Mutter, dann lasse ich ihn gewähren. Er ist mein Vater und noch, hat er über mich zu bestimmen!´`Wie kann man nur so gehorsam sein?´`Ich bin als Mensch aufgewachsen. Meine Großmutter hat mir den Gehorsam richtig gehend eingeprügelt und mein himmlischer Vater, hat mir immer bei gestanden. Er war immer für mich da und als ich wirklich und wahrhaftig am Boden gelegen habe, da hat er mir gezeigt, dass ich nicht verrückt bin.“Wie hat er das gemacht?´Ich arbeitete nebenbei einfach weiter, obwohl ich Tränen in den Augen hatte.`Ich kauerte in meinem Wohnzimmer auf dem Sofa und etwas zwang mich, aus dem Fenster zu sehen. Eine weiße Wolke am Himmel, bildete ein Herz, einen Rahmen, durch den man in der Mitte, den blauen Himmel sehen konnte. Du glaubst gar nicht, wie sehr mich das fasziniert hat. Ich starrte aus meinen beiden Fenstern und er malte immer weitere Bilder für mich. Ich sah ein graues Herz, voll ausgefüllt, aus grauen Wolken. Es war wunderschön. Dann zeigte er mir sein Gesicht aus Wolken und einen Engel, der in eine offene Hand fiel. Da wusste ich, dass ich nicht verrückt war. Ich war eindeutig etwas besonderes.´In meinem Kopf herrschte Ruhe und ich schickte ihm die Bilder aus meiner Erinnerung. `Ich verstehe es jetzt.´`Wenn mein Vater jemanden liebt, dann mich! Und als gute Tochter, akzeptiere ich seine Entscheidungen.´ Ich spürte seine Ergriffenheit und plötzlich war er weg. Ich sah zu Hasso und Susi hinüber und wischte mir heimlich meine Tränen weg. Sie sollten meinetwegen nicht aus ihren Trott gerissen werden. „Kennt sich einer von euch mit Göttern aus“, fragte ich die beiden und es entspann sich eine interessante Unterhaltung. Wir drei liefen im gleichen Tempo durch unsere Furchen und arbeiten gleich schnell, damit wir uns nebenbei unterhalten konnten. So machte doch das Arbeiten Spaß. Als die Glocke zum Mittagessen rief, beendeten wir unsere Arbeit. Wir gingen gemeinsam zurück zum Dorf und wuschen uns. „Daria?“ Susi sprach mich von der Seite aus an. Ich sah zu ihr hinüber. „Ich trage dein Kind, richtig?“ Sie sah mich offen und gradlinig an. Sofort schossen mir Tränen in die Augen und ich musste wegsehen. Ich atmete einmal tief und antwortete leise: „Wie kommst du darauf?“Sie trat an mich heran, als ich meine Hände abtrocknete. Susi nahm mich bei den Schultern und drehte mich zu sich herum. Ich hob meinen Blick, meine Lippen kniffen sich von alleine zusammen. Ich versuchte die Tränen mit aller Macht zurückzudrängen. Doch sie sah sie genau. „Willst du es? Dann nimm es dir. Ich weiß, dass du das kannst!“ Nun liefen die Tränen erst recht über meine Wangen. Diese Frau, war stark, viel stärker als ich und ich bewunderte ihre offene Haltung. „Susi. Mein Vater hat es dir gegeben. Du bist jetzt seine Mutter. Ich war nicht in der Lage, es behalten zu wollen. Wenn mein Vater es mir überlassen hätte, hätte ich es getötet!“ „Daria. Niemals hättest du ein ungeborenes Kind getötet, dass kannst du jedem anderen erzählen, aber nicht mir. Ich sehe doch, wie sehr du an dem Kind hängst. Bitte, nimm es dir!“ „Du verkennst mich. Ich hätte es getötet. Es war nur ein Tag alt und nicht lebensfähig. Ich hätte es unweigerlich getötet. Du kennst du Umstände nicht, aber ich schon.“„Warum bestrafst du dich selbst? Gott hat dir vergeben, dein Kind hat dir vergeben und auch ich vergebe dir.“ Plötzlich stand ich da, die Tränen liefen und liefen. Ich zitterte am ganzen Körper. „Du bist sehr selbstlos, Susi und das ehrt dich total, aber ich bin keine gute Mutter. Meine Pflichten sind immens und ich hätte auch keinen Nerv dazu, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Mein Vater wusste, was er tat. Belassen wir es dabei.“Susi nahm meine Hand und legte sie sich auf den Bauch. „Es ist dein Baby. Wollen wir es gemeinsam groß ziehen? Dann hat es zwei Mütter und vielleicht sogar zwei Väter?“ Sie sah mich schelmisch lächelnd an. „Ich werde darüber nachdenken, versprochen“, ich schniefte noch einmal und wir gingen zu den Küchen hinüber. Ich zauberte meine Tränen und eventuelle Spuren davon weg, setzte ein Grinsen auf und half beim Tischdecken. Niemand merkte mir an, dass ich kurz zuvor noch geweint hatte. In der Mittagsruhe spielte ich mit meinen Kindern Karten, unter dem Dach des Essplatzes. Dort war es angenehm kühl. Hin und wieder streift uns ein Luftzug. Herrlich. Am Sport durfte ich zur Zeit nicht teilnehmen, weil man mir unbedingt ein paar Pfunde auf die Rippen zaubern wollte. Während die anderen ihren Sport betrieben, ging ich zum Feld und säte weiter. Es tat ganz gut, alleine nachdenken zu können. Meine Traurigkeit, lockte den unsichtbaren Mann an und neben mir schwebte ein Kartoffeleimer. Nach und nach flog eine kleine Kartoffel in die Erde und wie von Geisterhand wurde sie bedeckt. Ich lachte mich kringelig. `Kann ich dir beim Nachdenken behilflich sein?` Ich lachte schallend. `Wie soll das gehen?´`Susi hat dir ein tolles Angebot gemacht. Was gibt es da zu überlegen?´`Ich denke nicht für mich nach, sondern für den Jungen. Ich will für ihn das Beste.´`Das Beste wären Mutter und Vater.´`Das geht aber nun einmal nicht. Dann das Zweitbeste.´`Zwei Mütter und zwei Väter.´Ich musste lachen. Er machte es sich wirklich einfach. `Luzifer ist in Michael.´WOW! Warum wusste er das und ich nicht? `Ich weiß alles, was hier vor sich geht!´ Aha, danke. `Ich höre jetzt auf und mache einen Besuch auf der Erde.´`Das wirst du nicht tun. Fälle zuerst eine Entscheidung.´`Hab ich schon. Ich nehme Susis Angebot an. Ich alleine kann das Kind nicht aufziehen, meine Verantwortung ist so schon hoch genug. Ich werde dem Kind das geben, was ich geben kann, das muss reichen.´`Was hast du auf der Erde vor?´`Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig.´`Dann komme ich mit.´`Da ich nicht weiß, wer du bist, werde ich dich nicht zur Erde bringen, mein Lieber. Dann bleibe ich eben hier.´`Du bist noch immer misstrauisch?´`Ist das ein Wunder? Ich habe viel hinter mir und ich kann auf weitere Erfahrungen verzichten.´`Was hattest du auf der Erde vor?´`Raus zu finden, wer du bist.´Es lachte in meinem Kopf. `Lass es sein. Vertraue mir bitte.´`Das ist zu viel verlangt.´`Dann vertraue deinem Vater. Er gab mir diese Macht.´`Ich werde meinen Vater fragen.´`Bitte Daria, ich weiß, dass du viel schlimmes erlebt hast, aber bitte, vertraue mir.´`Nur wenn du mir versicherst, nicht Seth zu sein!´`Ich schwöre: ich bin nicht Seth.´ Das klang sehr ernst. `Also gut. Ich gewähre dir einen kleinen Vorschuss an Vertrauen.´`Du wirst es nicht bereuen.´`Wie ist dein Name? Wie soll ich dich ansprechen?´Es lachte in meinem Kopf. `Du bist wirklich geschickt, Mädchen.´`Nein, eigentlich nicht. Ich wollte nur wissen, mit welchem Namen ich dich ansprechen soll.´ Ich lächelte vor mich hin. Wer hier wohl Probleme mit seinem Vertrauen hatte… `Mein Name ist Wahnond.´„Mein letzter, irdischer Schutzgeist? Du wirst meinen letzten Sohn beschützen? Ich verstehe.“ Mit meinen Gedanken war ich weit weg und mir war auch nicht aufgefallen, dass ich laut gesprochen hatte. `Vertraust du mir jetzt?´„Muss ich wohl. Du könntest mich ja auch anlügen. Wo warst du die ganze Zeit?“`Ich führe mein menschliches Leben, hier auf Me-Ti-Na-Te.´ Oh. Na ja, war irgendwie klar oder? „Deshalb machst du dich unsichtbar, weil ich deine körperliche Gestalt kenne.“`Bis vor kurzem hatte ich nur kleine Kräfte.´ Nur logisch, da er die Macht von Seth erhalten hatte. Das ergab Sinn, aber warum brauchte mein Kind einen so mächtigen Schutz? War es in Gefahr? `Du hast bestimmt, das es hier keine Bestimmung geben soll. Dein Vater hat nur vorgesorgt, für alle Eventualitäten.´Er verstand es sehr gut, mir meine Sorgen zu nehmen, was mich um einiges glücklicher machte. „Wenn man es genau nimmt, wohnen hier sehr viele Mächte. Meine Fantasie geht mit mir durch, bitte sage mir, dass nichts böses mehr auf uns zu kommt!“`Es gibt viele Götter, Liebes. Ein jeder Trachtet nach dir oder deiner Macht. Du wirst niemals deine Ruhe haben. Genieße dein Leben. Du wirst bestens beschützt und auch die deinen sind sicher!´„Ziemlich widersprüchlich, findest du nicht?“ Ich sah zu dem schwebenden Eimer und den fliegenden Kartoffeln. `Die Macht, welche du in dir trägst, Daria, ist die größte im ganzen Universum. Du weißt es nur noch nicht. Nicht dein Vater ist der mächtigste…´Mir fiel die Kinnlade herunter. Wie kam er dazu, so etwas zu behaupten? Ich hasst meine Macht immer mehr. Warum musste immer alles so kompliziert sein? `Es ist deine Liebe, Daria, dein Gerechtigkeitssinn, dein Sinn für die schönen Dinge des Lebens. Deine Liebe ist es, die jeder erlangen will. Sie ist die Kraft des ganzen Universums. Ich habe immer dafür plädiert, dass du kein menschliches Leben führen solltest. Ohne dich, da oben im Himmel, sind alle aufgeschmissen. Du warst es, die stets alles zusammen gehalten hat. Du warst stets diejenige, die Streitereien geschlichtet hat. Du warst der Kern, von allem. Sie wollen dich zurück!´Ich kotzte direkt auf die frisch gepflanzte Kartoffel. Mein ganzes Mittagessen kam wieder heraus. WAAAAASSSS??? ACH DU HEILIGE SCHEIßE!!!!

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